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"Woche gegen Homophobie und Transphobie" in Russland

veröffentlicht um 25.03.2013, 00:22 von Regina Elsner

Vom 30. März bis zum 9. April findet in Moskau und St. Petersburg die jährliche "Woche gegen Homophobie und Transphobie" statt. 
In Moskau steht die Woche unter dem Symbol einer Glocke, die die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die aktuellen Entwicklungen im Umgang mit Homo- Bi- und Transsexualität in Russland lenken soll. Die Organisatoren der "Rainbow Association" bereiten sich wenig optimistisch auf die Aktionen vor: "Das Festival in diesem Jahr könnte das letzte sein, die Zukunft ist vernebelt und legt keinen Optimismus nahe." Das geplante Programm in der russischen Hauptstadt umfasst mehrere Seminare und Vorlesungen, u.a. über HIV/Aids, Transsexualität, Coming-Out und Möglichkeiten des gesellschaftlichen Engagements, kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Filmvorführungen und Sportwettbewerbe, sowie den traditionellen Flashmob zum "Day of Silence" am 7. April.

In St. Petersburg bietet "Coming Out" gemeinsam mit Partnerorganisationen eine Reihe von Veranstaltungen unter dem Motto "Gerade jetzt: Reden!" an, die das Publikum dazu anregen wollen, über die Folgen von Homo- und Transphobie nachzudenken und nicht länger darüber zu schweigen. In Diskussionsrunden wird u.a. über die Folgen von Diskriminierung, die Rolle der LGBT-Thematik für die gegenwärtige politische Opposition und die sogenannte "Propaganda von Transsexualität" gesprochen. Darüber hinaus wird ein russischer Kurzfilm über das Leben von homosexuellen Jugendlichen präsentiert und der jährliche Flashmob zum "Day of Silence" am 7. April durchgeführt. 
Bereits vom 21. bis 31. März findet in St. Petersburg die "Woche der Sichtbarkeit von Transgender" mit einer Reihe von Veranstaltungen statt, u.a. Treffen mit Transgender-Personen und eine Straßenaktion am 31. März.
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