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Weitere Freisprüche für Teilnehmer des St. Petersburger CSD

veröffentlicht um 04.08.2013, 22:46 von Regina Elsner
Am 31. Juli wurden zwei weitere Teilnehmer der Gay-Pride in St. Petersburg vom Gericht für unschuldig erklärt. Zusammen mit mehr als 50 weiteren Teilnehmern waren sie am 29. Juni bei der Aktion im Stadtzentrum Petersburgs verhaftet und später angeklagt worden wegen angeblichen Widerstands gegen die Polizeigewalt und Verletzung des Versammlungsrechts. Die Aktion war rechtmäßig angemeldet worden, eskalierte allerdings in den ersten Minuten durch Gewalt von Gegendemonstranten und die vorzeitige Auflösung der Demonstration durch die Polizei und Sondereinheiten. "Die Richter der Bezirke Petrogradskij und Kirovskij haben bestätigt, dass die Handlungen der Aktivisten rechtmäßig waren und die Verhaftung jeder Grundlage entbehrte. Die Interessen der Angeklagten wurden von Juristen der Organisationen "Coming Out" und dem Russischen LGBT-Network vertreten." heißt es auf der Seite des LGBT-Networks im sozialen Netz vkontakte.ru. Bereits am 4. Juli war der Organisator der Aktion Jurij Gavrikov freigesprochen worden, am 9. Juli weitere Teilnehmer. Bereits 2012 wurden alle von der Polizei verhafteten Teilnehmer von den jeweiligen Gerichten für unschuldig erklärt. Weitere Gerichtsverfahren für die diesjährige Aktion stehen noch aus, da die Verhandlungen jeweils an die Bezirksgerichte nach Wohnort verwiesen wurden.

Übersetzung: Quarteera e.V.


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