news‎ > ‎

Weitere Diskussionen um Anwendung der homophoben Gesetze während der Olympiade in Sochi

veröffentlicht um 05.08.2013, 00:21 von Regina Elsner
Der russische Sport-Minister Mutko widersprach den Ankündigungen, dass während der Olympischen Spiele in Sochi 2014 das homophobe "Propaganda-Gesetz" außer Kraft gesetzt werden würde. Das IOC hatte mitgeteilt, dass es eine "Garantie von höchster Stelle bekommen habe, dass die Teilnehmer der Olympiade 2014 befreit würden von der Verantwortung nach dem Gesetz, welches die "Propaganda von Homosexualität" bekämpft." Mutko hingegen erklärte, dass "Sportlern mit nichttraditioneller sexueller Orientierung selbstverständlich niemand verbietet nach Sochi zu kommen, aber wenn derjenige auf die Straße geht und dort seine Orientierung propagiert, dann wird er natürlich zur Verantwortung gezogen. Auch wenn er Sportler ist, muss er die Gesetze des Landes achten, in das er reist."
Niemand würde ein Moratorium für das Gesetz einsetzen, wie es vorher in den Medien mitgeteilt wurde. 
Ein weiterer Vertreter der Regierung, der Vorsitzende des Duma-Komitees für Sport und Jugend Igor Ananskick erklärte am 3.8. im Sender "Echo Moskvy": "Die Olympiade ist das größte internationale Sportereignis. Unsere Aufgabe ist es, sie im maximalen Ausmaß korrekt und tolerant zu gestalten. Deswegen wurde entschieden, dass diese Frage (über die sogenannten Gay-Propaganda) nicht thematisiert werden soll während der Olympiade." Später korrigierte er seine Aussage gegenüber dem Fernsehsender "Dozhd" und unterstrich, dass das Gesetz nicht annulliert werden könne für die Zeit der Olympiade. "Böswillige", selbst wenn es der amerikanische Präsident oder der IOC-Präsident seien, "werden entsprechend dem russischen Gesetz bestraft werden."

Comments