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Venedig stoppt Städtepartnerschaft mit St. Petersburg

veröffentlicht um 29.01.2013, 01:10 von Regina Elsner   [ aktualisiert: 29.01.2013, 01:38 ]
Der Stadtrat von Venedig hat am Montag die Initiative unterstützt, welche einen Stopp der Städtepartnerschaft mit St. Petersburg aufgrund des dort gültigen Gesetzes zum Verbot der sogenannten "Propaganda von Homosexualität" forderte. 
In dem entsprechenden Dokument wird erklärt, dass die Vereinbarung über die beidseitige Kooperation am 18. Februar 2006 unterschrieben wurde, allerdings kann der Stadtrat von Venedig "nicht ignorieren, was in den staatlichen Einrichtungen Sankt Petersburg vor sich geht." Nach Meinung der Initiatoren machen solche Gesetze "in der Praxis das Schreiben von Artikeln, die Durchführung von Veranstaltungen und die öffentliche Diskussion zum Thema Homosexualität gesetzwidrig."
Aus diesem Grund schlagen die Stadträte der Stadtverwaltung Venedigs vor, keinerlei Initiativen im Rahmen der beidseitigen Vereinbarung umzusetzen, solange in St. Petersburg das entsprechende Gesetz nicht annulliert wird. Sie fordern außerdem, dass der Stadtregierung von St. Petersburg diese Entscheidung mit einer entsprechenden Begründung mitgeteilt wird.
Venedig ist die zweite italienische Stadt, welche die Städtepartnerschaft mit Petersburg auf Eis gelegt hat. Als erstes reagierte Mailand mit einem entsprechenden Dokument am 22. November 2012. Allerdings hatte die Stadtregierung von Mailand später die große Medienreaktion als "Sturm im Wasserglas" bezeichnet und erklärt, dass Stadtrat und Stadtregierung "jeder für sich" arbeiten und die Entscheidung des Stadtrats keinen Einfluss auf die Städtepartnerschaft habe, welche seit 1967 besteht.

Übersetzung: Quarteera e.V.
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