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Tscheljabinsk verbietet Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare

veröffentlicht um 25.09.2013, 04:00 von Regina Elsner
Das Gebiet Tscheljabinsk im Ural hat die Adoption von Waisen aus Kinderheimen der Region durch gleichgeschlechtliche Paare verboten. Eine entsprechende Änderung wurde in den Verwaltungsvorschriften für die Adoption von Waisenkindern und Kindern ohne elterliche Fürsorge in ausländische Familien festgelegt und auf der Homepage der Bezirksregierung veröffentlicht.
Neben dem bereits formulierten Verbot für nicht zurechnungsfähige Menschen, Verbecher und andere asoziale Menschen wurde als neue Kategorie "Menschen, welche in einer Partnerschaft mit einem Menschen des gleichen Geschlechts stehen, welche als Ehe anerkannt und registriert ist in Übereinstimmung mit den Gesetzen des Landes, in dem eine solche Ehe erlaubt ist, außerdem Menschen, welche Bürger dieser Staaten sind und sich in keiner Ehe befinden." Das heißt, dass Waisen aus dem Gebiet Tscheljabinsk weder von Lesben und Schwulen, noch von alleinstehenden Menschen aus Ländern, in denen gleichgeschlechtliche Ehen möglich sind, adoptiert werden können, auch wenn sie eine solche Ehe gar nicht eingehen wollen.
Entsprechende Regelungen wurden früher bereits in das russische Parlament eingebracht und im Juli von Präsident Putin unterzeichnet. Nach Angaben der Abgeordneten bezieht sich die neue Regelung auf Bewohner der Länder Niederlande, Belgien, Spanien, Kanada, Südafrika, Norwegen, Schweden, Portugal, Island, Argentinien, Dänemark, Brasilien, Frankreich sowie in 13 Bundesstaaten der USA. Bis zum Ende des Jahres 2013 werden ebenfalls in Kolumbien, Uruguay und Neuseeland gleichgeschlechtliche Ehen legalisiert, in Israel und Mexico werden sie anerkannt.


Übersetzung: Quarteera e.V.
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