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Russische Woche gegen Homophobie schließt mit "Tag des Schweigens"

veröffentlicht um 10.04.2013, 22:48 von Regina Elsner
Am 7. April fand in St. Petersburg der bereits traditionelle "Tag des Schweigens" statt. Die Aktion - als Teil des "International Day of Silence" - macht auf die oft verschwiegene Diskriminierung von LGBTI aufmerksam. In St. Petersburg hatten Aktivist/innen der Allianz Heterosexueller für LGBT-Gleichberechtigung Einzelmahnwachen auf dem zentralen Nevskij-Prospekt durchgeführt und mit zugeklebten Mündern Flyer an die Passanten verteilt. Die Polizei beobachtete die Aktion und protokollierte die Ausweisangaben der Beteiligten, unterbrach die Aktion jedoch nicht. Nach Aussage der Teilnehmenden waren die Reaktionen der Passanten überwiegend wohlwollend und interessiert.
Die Aktion war der Schlusspunkt der diesjährigen "Woche gegen Homophobie", in der durch Seminare und kulturelle Veranstaltungen Diskriminierung und Gewalt gegen LGBTI thematisiert wurden. Eine Diskussionsveranstaltung in St. Petersburg widmete sich außerdem der Frage, in wie fern die politische Opposition in Russland durch das Thema LGBTI vor einer Zerreißprobe steht, da ein Konsens für die sehr verschiedenen politischen Richtungen in der Oppositionsbewegung nicht zu erreichen sei.
Auch in Moskau verlief der "Tag des Schweigens" am 6. April ohne Zwischenfälle. Aktivist/innen hatten ebenfalls mit zugeklebten Mündern Informationsblätter an Passanten verteilt. 
"Coming Out" St. Petersburg produzierte zum "Tag des Schweigens" einen Kurzfilm:





Übersetzung: Quarteera e.V.
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