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Putin und Vize-Premier unterstützen Adoptionsverbot für ausländische gleichgeschlechtliche Paare

veröffentlicht um 06.06.2013, 03:06 von Regina Elsner   [ aktualisiert: 06.06.2013, 03:15 ]
Der russische Präsident Putin hat angekündigt, dass er ein Gesetz gegen die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare unterschreiben wird, sobald es ihm vorliegt. "Was das Gesetz zur Beschränkung von Adoptionen in gleichgeschlechtliche Familien angeht - bisher habe ich dieses Projekt nicht gesehen. Wenn das Parlament es annimmt werde ich es unterschreiben," erklärte Putin bei einer Pressekonferenz nach dem Russland-EU-Summit in Yekaterinburg.
Auf die Fragen der Journalisten reagierte Putin genervt: "Wo ich auch hinkomme, in Europa - wedeln sie mit Fahnen. Hier - fragen Sie mich danach. Ich habe bereits umfassend zu dieser Frage geantwortet. Ich denke, dass unsere Gesetzgebung in dieser Hinsicht durchaus liberal ist, es gibt keine Diskriminierung. Menschen mit allen möglichen Vorlieben arbeiten bei uns, machen Karriere, wir erkennen sie an auf staatlicher Ebene für konkrete Sachen. Ich denke, dass es hier keinerlei Probleme gitb. Wir sollten alle toleranter sein. Und weniger Aggression zeigen. Das gilt für Menschen mit traditioneller und mit nichttraditioneller Orientierung."

Auch die Regierung Russlands mit Premier Medvedev an der Spitze unterstütztz das geplante Adoptionsverbot. Die Stellvertreterin des Premiers Olga Golodez erklärte, dass eine Familie aus zwei Männern oder zwei Frauen "absolut nicht innerhalb der Normen ist, innerhalb der Traditionen des russischen Volkes."
"Die einzelnen Klärungen und juristischen Normen werden zur Zeit erarbeitet. wir müssen reagieren, weil wir sicher sein und ein verlässliches Fundament schaffen müssen, damit unsere Kinder davor bewahrt werden. Unsere Gesetzgebung sieht so eine Adoption nicht vor, wir erkennen gleichgeschlechtliche Familien nicht an, für uns ist das nicht Familie." erklärte Golodez.

Ein Adoptionsverbot für gleichgeschlechtliche ausländische Familien wird seit einigen Monaten aktiv diskutiert, besonders seit Frankreich die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt hat. Sowohl Putin als auch andere Politiker wie der Beauftragte für Kinderrechte Pavel Astachov sind mit Initiativen für ein Adoptionsverbot und ein Moratorium für die geltenden Kooperationsverträge etwa mit Frankreich aufgetreten. Es wurd mitgeteilt, dass ein solches Verbot voraussichtlich am 13. Juni besprochen werden soll, eventuell gleichzeitig mit dem Verbot der sogenannten "Homo-Propaganda".

Übersetzung: Quarteera e.V.

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