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Orthodoxe Kirche in Moldawien droht Regierung mit Exkommunikation für Antidiskriminierungsgesetz

veröffentlicht um 28.05.2013, 03:51 von Regina Elsner
Die Moldawische Orthodoxen Kirche hat angekündigt, die Regierenden zu exkommunizieren, sollte das Gesetz über Chancengleichheit nicht annulliert werden. "Wir haben den Abgeordneten vorgeschlagen, das Gesetz zu ändern oder aufzuheben, aber unser Vorschlag wurde nur von 39 Abgeordneten unterstützt. Das lassen wir nicht so stehen, wir werden diese Frage auf dem baldigen allgemeinen orthodoxen Treffen besprechen," teilte Bischof Markel mit.
Die Exkommunikation ist die höchste Kirchenstrafe und schließt den/die Betroffene/n von der Kirche aus, damit werden Taufe, kirchliche Trauung, Teilnahme an der Eucharistie, Totenmessen und Beerdigung verboten.
Gleichzeitig erklärte Bischof Markel, dass die Kirche bereit sei für einen Kompromiss, da die von Metropolit Vladimir angegeben Frist für eine Überarbeitung des Gesetzes noch nicht abgelaufen sei. 
Das moldawische Parlament hatte unter Druck der EU und gegen den Widerspruch der Kirche und eines großen Teils der Bevölkerung ein "Gesetz über Chancengleichheit" erlassen, welches u.a. die Rechte von sexuellen Minderheiten schützt. Eine orthodoxe Initiativgruppe hatte alle Gläubigen aufgefordert, Metropolit Vladimir in seinem Kampf gegen das Gesetz zu unterstützen.

Übersetzung: Quarteera e.V.
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