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Homophober Übergriff auf geschlossene LGBT-Veranstaltung in St. Petersburg

veröffentlicht um 03.11.2013, 23:07 von Regina Elsner   [ aktualisiert: 03.11.2013, 23:17 ]
In St. Petersburg wurde am 3. November die "Regenbogen-Teerunde" im Community-Zentrum der Organisation LaSky überfallen. Das geschlossene Treffen für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender findet regelmäßig in den Räumen der NGO statt, die mit HIV-infizierten Menschen und im Bereich HIV-Prävention arbeitet. Das Treffen wurde von zwei vermummten Männern mit Gaspistole und Baseball-Schläger angegriffen. Zwei Teilnehmer des Treffens wurden verletzt, ein junger Mann wurde mit einer schweren Augenverletzung ins Krankenhaus eingeliefert, das Geschoss aus der Gaspistole war im Auge verblieben und er muss operiert werden. Eine junge Frau wurde durch Schläge mit dem Baseball-Schläger schwer verletzt.
Die Angreifer wurden bisher nicht verhaftet, ihre Identität ist unbekannt. Nach Angaben von LGBT-Aktivisten könnte der Angriff mit entsprechenden Drohungen gegen die Organisation LaSky in sozialen Netzwerken in Zusammenhang stehen.

Unter Schwulen, Lesen, Bisexuellen und Transgender ist der Überfall eine neue Stufe in der homophoben gesellschaftlichen Stimmung in Russland - Angriffe geschehen nun nicht mehr nur bei öffentlichen Aktionen, sondern betreffen auch geschlossene Veranstaltungen in den Räumen von NGOs. Der Angriff auf das Treffen bei LaSky geschah in dem Moment, als die Teilnehmer die Ergebnisse des "Marsches gegen den Hass" in St. Petersburg vom 2. November diskutierten - er hatte unter dem Motto "Russland ohne Pogrome" und unter sichtbarere Teilnahme von LGBT-Vertretern stattgefunden.

Übersetzung: Quarteera e.V.
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