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Gouverneur von St. Petersburg sagt Reise nach Argentinien und Uruguay wegen LGBT-Protesten ab

veröffentlicht um 13.03.2013, 03:23 von Regina Elsner
Der Gouverneur von St. Petersburg Georgij Poltavchenko hat seine Geschäftsreise nach Argentinien und Uruguay aufgrund angekündigter Proteste von LGBT-Aktivist/innen gegen die diskriminierende Politik in St. Petersburg abgesagt. Die Regierenden in Montevideo hatten angekündigt, Poltavcheno mit der Prämie "berühmter Bürger" auszuzeichnen. Lokale LGBT-Aktivisten hatten daraufhin auf die homophobe Politik hingewiesen, die von Poltavchenko aktiv unterstützt wird, die Presse reagierte ebenfalls negativ auf den geplanten Besuch. Der Gouverneur von Montevideo nahm daraufhin Abstand von der Auszeichnung. Es ist der erste Fall einer solchen Reaktion in der Hauptstadt. Poltavchenko sagte seine Reise nun ab und ging so einer Bloßstellung beim Empfang durch die LGBT-Aktivist/innen, die mehrere Protestaktionen geplant hatten.

Die Proteste in Uruguay und Argentinien waren geplant im Rahmen der Kampagne gegen das geplante russische Gesetz zum Verbot der sogenannten "Propaganda von Homosexualität". Weitere Solidaritätsaktionen haben bereits in Berlin, Brüssel, Helsinki, Chisineau, Palermo, Verona und anderen Städten stattgefunden.

Übersetzung: Quarteera e.V.
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