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Eltern protestieren gegen geplantes russisches Verbot von "Homo-Propaganda"

veröffentlicht um 13.12.2012, 08:53 von Regina Elsner
43 Eltern haben am 12.12.2012 in einem Brief an das russische Parlament die Abgeordneten gebeten, kein Gesetz zum "Verbot von Propaganda von Homosexualität" in Russland zuzulassen. In dem offenen Brief erklärten die Eltern ihren Protest gegen das geplante Gesetz. Unterschrieben haben Eltern aus Moskau, St. Petersburg, Tjumen, Krsanodar, Omsk, Tomsk und Archangelsk. Es sind Eltern von Kindern mit verschiedener sexueller Orientierung, welche in dem geplanten Gesetz eine Bedrohung, und keinen Schutz für ihre Kinder sehen. Sie unterstreichen, dass eine solche "Propaganda von Homosexualität" nicht existiert.
"Wir haben unsere Kinder in unseren heterosexuellen Familien in gleicher Weise erzogen. Jedoch sind die einen homosexuell, die anderen heterosexuell. Deshalb ist für uns wie auch für die internationale Wissenschaft offensichtlich, dass es eine Propaganda einer beliebigen Art von Sexualität nicht geben kann, wie auch eine Propaganda einer bestimmten Augen-, Haar- oder Hautfarbe und von Linkshändigkeit nicht möglich ist," so der offene Brief.
Die Eltern machen außerdem deutlich, dass ihrer Meinung nach ein entprechendes Gesetz lediglich den Zugang zu notwendigen Informationen über Homosexualität beschränkt, was in der Folge zu erhöhten Selbstmordfällen unter Jugendlichen führen wird, die sich mit ihrer Sexualität auseinandersetzen müssen.

http://www.lgbtnet.ru/ru/content/otkrytoe-pismo-roditeley-protiv-zapreta-tak-nazyvaemoy-propagandy-gomoseksualizma

Übersetzung: Quarteera e.V.

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