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"Coming Out" muss einen Teil seiner Arbeit einstellen

veröffentlicht um 22.07.2013, 23:14 von Regina Elsner
Nach weiteren Überprüfungen durch die Staatsanwaltschaft von St. Petersburg ist die LGBT-Organisation "Coming Out" gezwungen, einen Teil ihrer Tätigkeit bis auf Weiteres einzustellen. Dazu gehört die Herausgabe von Informationsmaterial, Straßenaktionen und die öffentliche Tätigkeit. Ob diese Maßnahmen die Staatsanwaltschaft wirklich befriedigt bleibt abzuwarten.
Obwohl die Gerichtsentscheidung über die Registrierung als "ausländischer Agent" noch nicht in Kraft ist, kam die Staatsanwaltschaft wiederholt in das Büro der Organisation und forderte, "die Rechtsverletzungen einzustellen." "Coming Out" ist angeschuldigt, durch den Druck der Broschüre "Diskriminierung: was, wie, warum?", die Organisation der Kampagne "Gemeinsam stoppen wir das homophobe Gesetz" und die Durchführung von Straßenaktionen gegen das Gesetz über "Propaganda" politisch aktiv gewesen zu sein, ohne sich als "ausländischer Agent" registriert zu haben.
"Wir bestätigen nach wie vor, dass wir keine "ausländischen Agenten" sind. Dieser Terminus ist diskriminierend, und er ist nicht anwendbar im Bezug auf eine Organisation, die sich für die Rechte von Homo- und Bissexuellen und Transgender in unserem Land einsetzt. Wir sehen unsere zentrale Aufgabe in der Unterstützung der LGBT-Gemeinschaft in diesen für uns allen schweren Zeiten. Deswegen werden wir die öffentliche Tätigkeit einstellen, um die Möglichkeit zu bewahren, juristische und psychologische Unterstützung leisten zu können, um weiterhin soziale Hilfe und unsere Dienstleistungen für die LGBT-Gemeinschaft anbieten zu können. Die Menschen brauchen einen Ort, wo sie sie selbst sein können und Hilfe bekommen." erklären die Aktivisten von "Coming Out"

Übersetzung: Quarteera e.V.
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