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"Coming-Out-Day" in Moskau

veröffentlicht um 14.10.2013, 01:03 von Regina Elsner   [ aktualisiert: 14.10.2013, 01:03 ]
Moskauer LGBT-Aktivisten der "Rainbow-Association" und der Moskauer Gruppe des Russischen LGBT-Netzwerks führten am 13. Oktober eine Aktion anlässlich des Nationalen Coming-Out-Day durch. Nachdem sie für ihre Informationsaktion an mehreren Orten Moskaus keine polizeiliche Genehmigung bekommen hatten, da die Ordnungshüter eine Verletzung des Gesetzes gegen "Propaganda von Homosexualität" befürchteten, führten sie die Aktion ohne Anmeldung bei der Polizei auf einer zentralen Spaziermeile der Hauptstadt durch. Mit großen Informationstafeln wiesen sie die Passanten auf die Schwierigkeiten hin, mit denen LGBT-Personen durch ein Coming-Out konfrontiert werden. Die Reaktion der Passanten war freundlich und offen, es wurden zahlreiche Gespräche geführt, die auch zeigten, dass die Sorge der Polizei vor Aggressionen unbegründet sind. 
Am Vortag fand im Sacharaow-Menschenrechtszentrum eine Diskussionsveranstaltung mit Vertretern der Eltern-Bewegung statt. Auch diese Veranstaltung traf auf großes Interesse. Die Veranstalter sind überzeugt, dass solche Aktionen deutlich angemessener die Reaktion der Bevölkerung zeigen, als durch Polizei und Presse angekündigte Großaktionen, die von religiösen und nationalistischen Radikalen regelmäßig zur Eskalation gebracht werden.



Übersetzung: Quarteera e.V.
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