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2 Monate gemeinnützige Arbeit für faschistischen Angreifer auf LGBT-Aktivisten

veröffentlicht um 05.08.2013, 00:34 von Regina Elsner
Das Gericht von Woronesch hat den 18-jährigen Denis Zajcev zu 2 Monaten gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Er hatte am 20. Januar während einer LGBT-Demonstration in Woronesch den LGBT-Aktivisten Pavel Lebedev mit Füßen getreten. Er wurde nach dem Artikel 116 des Strafgesetzbuches (Schlägerei) verurteilt, dessen Höchststrafe ein Jahr gemeinnütziger Arbeit beträgt, allerdings würdigte das Gericht die Einsicht des Angeklagten und seine gute Charakteristik.
Der Fall wurde vom Gericht seit drei Monaten begutachtet, allerdings konnte es keine Anzeichen von Hassverbrechen finden. Die Verteidigung bestand darauf, dass der Schlag durch den Ausruf "Schluss mit Faschismus! des LGBT-Aktisten ausgelöst wurde. Lebedev sagte vor Gericht "Wenn diese Losung heute noch jemanden verletzten kann, dann tut mir diese Generation sehr leid, die nur darum überhaupt am Leben ist, weil ihre Großväter den Faschismus besiegt haben."
Während der Verhandlungen wurde durch Beobachter bemerkt, dass die Richterin sich häufig mit Evgenij Maepin absprach, der bei der Eskalation der LGBT-Aktion am 20. Januar maßgeblichen Anteil tragen soll, allerdings sah das Gericht keine Beweise für dessen Teilnahme an der Aktion.
Die Entscheidung des Gerichts war mehrfach vertagt worden. Nach Meinung der Verteidigerin Olga Gnezdilova war der gesamte Gerichtsprozess verbunden mit der Tätigkeit von rechtsradikalen Gruppierungen, welche offen zu Gewalt und Hass gegen LGBT und andere Minderheiten aufrufen. Das Urteil zeige, wie der Staat zu solchen Gruppen stehen würde.


Übersetzung: Quarteera e.V.
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