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„Volkskonzil“ wirft Milch-Konzern Propaganda von Homosexualität vor

veröffentlicht um 30.09.2012, 04:11 von Artem U   [ aktualisiert 02.10.2012, 14:10 von W K ]

28.09.2012

 

Aktivisten der St. Petersburger Abteilung der gesellschaftlichen Bewegung „Narodnyj Sobor“ (Volkskonzil) fordern eine Bestrafung des führenden Milch- und Saft-Produzenten in Russland „Vimm-Bil-Dann“. Wie die Nachrichtenagentur Lifenews.ru mitteilt, sind die Aktivisten davon überzeugt, dass die Firma Homosexualität propagandieren würde. Die Kritik wurde hervorgerufen durch zwei Produkte der Firma – Milch und Kefir mit dem Namen „Vesjelyj molochnik“ (Fröhlicher Milchman) – auf deren Verpackungen ein sechsfarbiger Regenbogen abgebildet ist. Dieser sei, so die Aktivisten, das internationale Symbol der LGBT-Gemeinschaft. Die LGBT-Fahnen zeigen einen Regenbogen ohne türkisen Farbton, der auf der Milchpackung abgebildete Regenbogen hat hingegen keinen blauen Streifen.

Die Vertreter der Organisation unterstellen dem Hersteller, durch seine provokative Reklame das Gesetz „Über das Verbot von Propaganda von Homosexualität und Pädophilie unter Minderjährigen“ zu verletzten. Der Vorsitzende der Petersburger Abteilung des „Volkskonzils“ Anatolij Artjuch hat sich an die Staatsanwaltschaft gewandt mit der Bitte, gegen die Firma vorzugehen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der Beschwerde von Artjuchin am 25. September. Sie wird in der kommenden Zeit geprüft werden. Ein Vertreter des Herstellers gab unterdessen an, dass „die Firma bisher keine Mitteilung über die Vorwürfe erhalten hat.“

Im August hatten Aktivisten des „Volkskonzils“ eine Anklage auf Schadensersatz für den moralischen Schaden durch das Konzert der Sängerin Madonna in Höhe von 333 Millionen RUB erhoben. Angeklagt wurden sowohl die Sängerin selbst als auch die Organisatoren des Konzerts in St. Petersburg. Am 23. August stoppte das Bezirksgericht des Moskovskij-Stadtteils das Verfahren.


Quelle: http://grani.ru/Politics/Russia/Regions/m.206838.html
Übersetzung: Quarteera e.V.
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