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Aktion Freundschaftskuss beginnt in Bayern

veröffentlicht um 11.04.2013, 02:47 von Regina Elsner   [ aktualisiert: 11.04.2013, 03:08 ]
Pressemitteilung des LSVD Bayern:

"Der Freistaat Bayern und mehrere bayerische Städte und ein Landkreis unterhalten Beziehungen nach Russland. Dort ist ein Gesetzgebungsverfahren im Gange, das die „Propagierung“ von Homosexualität in der Öffentlichkeit verbieten soll. Dazu erklärt Stefan Schimmel, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands Bayern:

Der Lesben- und Schwulenverband Bayern blickt mit großer Sorge nach Russland. Das geplante Anti-Homosexuellengesetz würde für Lesben und Schwule die Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit aushebeln. Davon betroffen wären auch Aufklärungsmaßnahmen und Information zur HIV-Prävention.

Bayern unterhält eine Partnerschaft mit dem Gebiet Russland. Die Städte Erlangen, Höchstadt/Aisch, Neubiberg und Rothenburg sowie der Landkreis Landshut haben Partnerschaften mit Wladimir, Krasnogosk, Tschernogolowka, Susdal und der Rajon Nowosibirsk. DER LSVD Bayern hat zusammen mit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und Quarteera Briefe an den Ministerpräsident Seehofer sowie den Oberbürgermeistern und Landräten Dr. Siegfried Balleis, Gerald Brehm, Josef Eppeneder, Günter Heyland und Walter Harl geschrieben. Darin fordern wir sie auf, ihren Einfluss im Rahmen dieser Landes- und Städtepartnerschaften zu nutzen, um gegen das homophobe Gesetzesvorhaben zu protestieren. Im direkten Dialog mit ihren russischen Partnerinnen und Partner müssen sie deutlich machen, dass dieses Gesetzesvorhaben gegen demokratische Werte verstößt

Die bayerischen Politikerinnen und Politiker müssen darauf hinweisen, dass solch ein Gesetz die Beziehungen zu den Partnerstädten und -regionen erschweren und dem Ansehen von Russland insgesamt schaden. Sie sollen zeigen, dass die Menschenrechte von Lesben und Schwulen für sie integraler Bestandteil des kulturellen Austauschs sind, indem sie etwa russische Besucherinnen und Besucher mit Lesben und Schwulen aus Bayern zusammenbringen oder russische Lesben und Schwule aus ihren Partnerstädten und -regionen einladen.

Die Lesben und Schwulen in Russland brauchen unsere Unterstützung. Mit der Aktion Freundschaftskuss zeigen wir Solidarität und richten uns an Politik, Regierungen, Wirtschaft sowie die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland."

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